Die Stay Alliance – der Weg aus der Armut

Was ist eine Stay Alliance?

Wenn man so ein gewaltiges Ziel verfolgt wie das Ende der Armut, arbeitet man am besten in einer starken Gemeinschaft. Die Stay Alliances vernetzen Sozialunternehmen vor Ort, um durch ihre gebündelte Kraft Armut nachhaltig zu besiegen. Deswegen sind die Stay Alliances das Herz unseres Ansatzes.
Die Alliances sind demokratisch organisiert und werden von ihren Mitgliedern selbst gesteuert. Sie nutzen Gruppendynamik, Selbstkontrolle und Eigeninteresse. Ihre Mitglieder lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig. Außerdem wetteifern sie um die beste Strategie. Darüber hinaus kontrollieren sie sich gegenseitig. Wir haben solche Alliances bereits in Uganda, Ruanda und Kenia aufgebaut.

So entsteht eine Stay Alliance

Findungsphase
Wer kennt sich vor Ort am besten aus? Natürlich die Menschen, die dort zu Hause sind. Deswegen sucht Stay als erstes nach einer einheimischen Kontaktperson. Sie wird Landeskoordinator.

Entscheidungsphase
Dann wählt Stay eine lokale Hilfsorganisation als Gründungspartnerin. Auswahlkriterien sind vor allem Erfahrung im Umgang mit Behörden und eine breite Präsenz im Land.

Vernetzungsphase
Jetzt geht es richtig los: Sozialunternehmen können Mitglied der Stay Alliance werden. Um sicher zu gehen, dass es die BewerberInnen auch wirklich ernst meinen, gibt es einen Prüfkatalog.

Austauschphase
Die Mitgliedsunternehmen arbeiten nun zusammen. Sie tauschen Best Practices aus und erarbeiten gemeinsam neue Hilfsprogramme. Oft ergänzen sich ihre Kompetenzen und Erfahrungen, eng abgestimmt agieren sie effektiver und professioneller und können Brücken zwischen Märkten schlagen (z.B. Landwirtschaft, Produktion, Dienstleistungen).

Stay Alliances sind eine geballte Kraft im Kampf gegen Armut.

Sie verstärken die Wirksamkeit vorhandener einheimischer Initiativen durch

  • gemeinsame, landesweite Aktionen,
  • gegenseitige regionale und fachliche Ergänzung,
  • Brückenschlag zwischen Teilmärkten, etwa Erzeugung, Verarbeitung und Vertrieb.

Am wichtigsten ist die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. In der Stay Alliance kommen Sozialunternehmerinnen und Sozialunternehmer zusammen, die bereits Erfolge und Misserfolge erlebt haben. In gemeinsamen Sitzungen teilen sie ihr Wissen: „Die Stay Alliance ist eine Plattform, in der wir unsere Ideen und Erfahrungen austauschen können. Es ist die erste Gelegenheit dieser Art in Uganda. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass uns der Dachverband helfen wird, unsere Visionen für unsere lokale Organisationen zu erreichen, voneinander zu lernen und neue Ideen umzusetzen. Es macht uns Mut und wird uns die Kraft geben, weiterzukämpfen!“, sagt zum Beispiel Nsubuga Geoffrey Simbwa, der Gründer der Organisation Somero in Uganda.

Und Grace Mukwaya, Geschäftsführerin der Organisation Platform for Labour Action in Uganda ergänzt: „Sozialunternehmer brauchen Mentoren, um so gegenseitig ihre Fähigkeiten weiter auszubauen.“ Die Stay Alliance macht jede und jeden erfahrene Sozialunternehmerin und -unternehmer zu so einem Mentor oder einer Mentorin.