KWIGIRA Stay Alliance Ruanda

21 qualifizierte und engagierte Sozialunternehmerinnen und -unternehmer aus verschiedenen Regionen des kleinen Landes sind bereits Mitglieder der Stay Alliance. Neben Empowerment, Schulungen und Spargruppen ermöglichen sie auch einkommensschaffende Aktivitäten wie Landwirtschaft und Ackerbau, Honigproduktion, Schneiderei und Handwerk wie Schweißen oder Schreinerei. Gemeinsam haben sie sich den Namen Kwigira gegeben – das bedeutet „selbsttragend“ in Kinyarwanda.

Vielfalt der Mitglieder

21 interessierte, qualifizierte und engagierte Sozialunternehmer aus verschiedenen Regionen des kleinen Landes sind in vielfältigen Arbeitsbereichen tätig und sprechen Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche, Waisen, gefährdete Frauen, Obdachlose oder HIV-Infizierte an. Neben Empowerment, Schulungen und Spargruppen ermöglichen sie oft auch einkommensschaffende Aktivitäten wie Landwirtschaft und Ackerbau, Honigproduktion, Schneiderei und Handwerk wie Schweißen oder Schreinerei.

Der Startschuss fällt

Die Kick-off-Veranstatlung fand am 3. September 2019 im Olympic Hotel in Kigali statt, mit dem Ziel, den Dachverband zu starten, alle ausgewählten NGOs und Sozialunternehmer zusammenzubringen und über das weitere Vorgehen beim Aufbau des Dachverbandes zu diskutieren.

Die Veranstaltung wurde von Michael Akampurira, dem Pro­grammmanager der LATEK Stay Alliance Uganda, unterstützt. Er stellte die Arbeit von LATEK vor, berichtete über die gewonnenen Erkenntnisse und führte mit dem Schweinezuchtprogramm kurz in das Thema der Stay Alliance – Programme ein.

Die Stay Alliance bekommt Struktur

Die Sitzung der Generalversammlung fand am 15. November 2019 statt und diente hauptsächlich der Wahl eines Interimsvorstands, den Beginn der Verfassungsdiskussion sowie der Entscheidung über den Namen für die Allianz.

Das Registrierungskomitee stellte den aktuellen Verfassungsentwurf vor, der in die drei offiziellen Sprachen des Landes (Englisch, Französisch und Kinyarwanda) übersetzt wurde. Die offizielle Registrierung der KWIGIRA Stay Alliance Ruanda als NGO (Nichtregierungsorganisation) ist jetzt in Arbeit.

Schwerpunkte 2019 lagen in der Einreichung von Vorschlägen, die eine hohe Wirkung haben, sich auf die Kernbereiche der Stiftung wie Gesundheit, Bildung und Einkommen zu fokussieren und die skalierbar sein sollten.
Die Projektideen beinhalteten Landwirtschaft (z. B. Schweinezucht, Kaninchenzucht, Eierproduktion), Kunsthandwerk, die Herstellung von Damenbinden und pädagogische Themen (z.B. Ausbildung in einer Bäckerei). Ein wichtiges Kriterium ist die Generierung  von  Einkommen. So beinhalten viele Projekte bereits eine Rückzahlungsrate.

Berufsausbildung von Erwachsenen und Jugendlichen

Für ein geregeltes Einkommen ist eine gute Ausbildung entscheidend. Deswegen setzt sich die Organisation „ASSOCIATION GARUKA“ aus Ruanda besonders für die Berufsausbildung von Erwachsenen und Jugendlichen ein. Das Programm arbeitet mit Fachkräften in ländlichen Gegenden zusammen, bietet Lehrlingsausbildung und vermittelt den Auszubildenden berufliche Fertigkeiten, die sie direkt in eine sinnvolle Beschäftigung umsetzen können. Dazu gehört auch der Umgang mit Geld. Die Ausbildung erfolgt in unterschiedlichen Geschäftszweigen, von der Schneiderei und Bäckerei bis hin zur Tischlerei. Dadurch soll das Generieren von Einkommen gestärkt und die Kriminalitätsrate gesenkt werden.

Ein nachhaltiges Einkommen für Mädchen und Frauen

Besonders viele Frauen haben kein sicheres Einkommen. Die „Young Women´s Christian Association” aus Ruanda hat es sich deswegen zur Aufgabe gemacht, Frauen und Mädchen wirtschaftlich zu stärken. Beispielsweise mit dem „Secure Livelihood Program“: Hier sorgt „YWCA“ dafür, dass Familien grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Haushaltsplanung, Finanzübersicht und Einkommensgenerierung erhalten. Und sie fördern die Führungsqualitäten von Frauen und Mädchen in Ruanda.

Lebensmittel während der Corona-Krise

Schnelle Hilfe, direkt vor Ort, auch in der Corona-Krise: Dank unserer lokalen Netzwerke können wir sofort handeln, auch in Ruanda. Dort müssen sich viele Menschen das Geld für ihre Mahlzeiten jeden Tag neu verdienen. Mit den Ausgangssperren wegen der Corona-Krise verlieren sie von heute auf morgen ihr Einkommen. Hunger für sie und ihre Familien droht. Rose Mutesi und ihr Team der Stay Alliance Ruanda haben kurzerhand 1,5 Tonnen Reis, Maismehl und Bohnen für den täglichen Bedarf organisiert. Die engen Kontakte zwischen der Stay Alliance und dem Bezirk haben diese Hilfsaktion schnell und unkompliziert ermöglicht – für die unterstützten Familien ist sie womöglich lebensrettend.

Schutz von Afrikas Vielfalt

Afrika ist auch geprägt von seiner vielfältigen Schönheit. Durch den Klimawandel ist diese gefährdet. Das Unternehmen „Biocoop“ will die Umwelt schützen. Sie setzen sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Förderung des Ökotourismus ein. Außerdem forsten sie Wälder auf. Dadurch wollen sie eine nachhaltige Lebensweise durchsetzen, um die Ressourcen des Landes von innen wieder aufzubauen. Außerdem unterstützen sie sanitäre Anlagen und das Gesundheitssystem, um den Einwohnern ein längeres Leben zu ermöglichen.

Name der Stay Alliance Kwigira – „Self-Reliance“
Gründungsjahr 2019

Stay Country Coordinator

Manzi Norman

Stay Representative

Alex Bigabo

Länderverantwortliche in Stuttgart

Linda Khan

Unsere Unterstützer für Ruanda