Stay Youth

Ausbildungen für benachteiligte Jugendliche

Berufliche Bildung ist die Basis für eine feste Arbeit, ein verlässliches Einkommen und ein selbstbestimmtes Leben. Mit Stay Youth verschaffen wir den ärmsten Jugendlichen in Uganda Zugang zu beruflicher Bildung. Auch nach der Schule lassen wir sie nicht allein.

 

75 Prozent der Bevölkerung Ugandas sind unter 30 Jahren – und die Zahl nimmt zu. Viele von ihnen sind arbeitslos. Junge Menschen aus den Slums sind besonders betroffen: Sie haben keinen Zugang zu den guten Schulen und sind auf dem Arbeitsmarkt oft chancenlos. Für sie bietet unser Programm Stay Youth einen Ausweg: Wir bringen ihnen ein Handwerk bei und helfen ihnen zudem beim Start in die Selbständigkeit. Vier Sozialunternehmen der Stay Alliance Uganda führen die Ausbildungen durch.

Stay Youth ist Schule und Inkubator in einem

Sechs Monate lang besuchen die Auszubildenden die Schule
und erlernen ein Handwerk wie Nähen, Friseur, Schuhmachen oder Buchbinden

Zum Abschluss der Ausbildung erhalten die Ausgebildeten ein offiziell anerkanntes Zertifikat

Danach erhalten sie ein Startkapital, etwa für Nähmaschinen,
und gründen ihr eigenes Kleinstunternehmen. Dabei werden sie sechs Monate
von etablierten Sozialunternehmen gecoacht

Das Start-up ist erfolgreich und wirft Gewinn ab –
mit einem Teil davon zahlen die Ausgebildeten die Ausbildungskosten zurück
und ermöglichen anderen die Ausbildung

Stay Youth in Zahlen

der Bevölkerung Ugandas sind unter 30 Jahren – und oft arbeitslos. Für die Schwächsten von ihnen bietet Stay Youth eine Perspektive

Sozialunternehmen der Stay Alliance führen die Ausbildungen durch

benachteiligte Jugendliche schulen sie in der ersten Runde

Euro kostet uns eine Ausbildung inklusive Startkapital für ein eigenes Kleinstunternehmen

Ein Lebenslauf wie ein Lehrplan

Geofrey Nsubuga weiß, wie man dem Elend der Slums entkommt. Er ist selbst in einem Slum in Kampala, Ugandas Hauptstadt, aufgewachsen. Er weiß, wie es ist, stigmatisiert zu sein. Nur, weil er aus einem benachteiligten Stadtteil kommt – der bekannt ist für Drogen, Kriminalität und Gewalt. Doch Geofrey hat sich nicht unterkriegen lassen. Mit unbändigem Willen und Wissensdurst hat er sich selbst aus dem Slum „heraus-gebildet“.

Heute hilft er anderen Jugendlichen dabei, es ebenso zu schaffen. Er gründete die Berufsschule SOMERO. Darin vermitteln er und seine 21 Angestellten Jugendlichen berufliche Kenntnisse für ein selbstbestimmtes Leben. Mit seiner Erfahrung ist er einer der Gründer und ausführenden Sozialunternehmer von Stay Youth, dem Berufsbildungsprogramm der Stay Alliance Uganda.

„Mit diesem Zertifikat kann ich später eigenes Geld verdienen.“

Die 16-jährige Annie (2. v. li.) kommt aus dem Slum, wo Gewalt, Drogen und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung sind. Doch nun blickt Annie hoffnungsvoll in die Zukunft: „Ich lerne jetzt einen anerkannten Beruf, werde sogar ein anerkanntes Zertifikat bekommen. Damit kann ich mein eigenes Geld verdienen.“ Annie bekommt auch die Chance, ihr eigenes Kleinstunternehmen aufzubauen. Vielleicht kann sie darin sogar andere anstellen. So zeigt unser multiplikativer Ansatz Wirkung.