Mit dem Fahrrad an die Grenzen

By |2022-04-14T13:39:32+00:00April 12, 2022|stayrider|

Der #stayrider startet die vielleicht rasanteste Tour d’Europe: Er will in zwei Monaten allein um Europa radeln. Das Vorhaben ist unglaublich, der Ausgang ungewiss. Worauf es jetzt ankommt, damit er es schafft.

Der 46-jährige Wahl-Stuttgarter Jürgen Hofer fährt ab 30. April als #stayrider allein mit dem Fahrrad um Europa. Seine Route umfasst in nur zwei Monaten 15.000 Kilometer und 175.000 Höhenmeter – das sind durchschnittlich 250 Kilometer und über 2.500 Höhenmeter jeden Tag. Ob er es schafft, hängt davon ab, wie viele Unterstützende er für seine waghalsige Aktion begeistern kann.

Denn Jürgen Hofer will als #stayrider Geld für einen guten Zweck sammeln. Er sammelt „Kilometergeld“ für die Stuttgarter Stiftung Stay. Mit dem Geld werden Schulungen für Afrikas ärmste Kleinbäuer:innen ermöglicht. Jede Spende in Höhe von 10 Euro lässt ihn einen Kilometer weiter fahren. Um sein Ziel zu erreichen, müssen also 150.000 Euro zusammenkommen. Damit können rund 1.000 Kleinbäuer:innen an den Schulungen teilnehmen.

Nach vier Ironmans jetzt die Europatour

Das Thema liegt Jürgen Hofer am Herzen, er arbeitet heute selbst bei Stay. Deshalb wagt er jetzt als #stayrider die Radtour um Europa. Er verbindet damit seine berufliche Überzeugung mit seiner privaten Leidenschaft, dem Sport. Jürgen hat unter anderem schon viermal am Ironman teilgenommen. Seit seiner Kindheit ist er im Prinzip ständig im Training. Auch mit Mitte Vierzig powert er sich noch täglich zwei bis drei Stunden aus.

Foto: Christoph Kalscheuer

Der #stayrider fährt durchschnittlich 250 Kilometer jeden Tag – sofern ihn genug unterstützen.

Doch dieses Vorhaben ist selbst für ihn herausfordernd: Er startet in Stuttgart seine Tour um Europa. Seine Route führt ihn über die Alpen um ganz Italien, entlang der Côte d’Azur, durch Spanien, Portugal, Frankreich, die Niederlande und durch Norddeutschland nach Polen. Von dort fährt er weiter durch Osteuropa bis zum Schwarzen Meer und entlang der Adria nach Slowenien, bevor er über Ungarn, die Slowakei und Tschechien schließlich zurück nach Stuttgart radelt. Die Strecke ist anspruchsvoll, hat so viele Höhenmeter wie 77 Zugspitzen-Besteigungen.

Der gebürtige Österreicher will die Strecke allein auf seinem Crossbike mit Straßenbereifung zurücklegen. Auf dem Weg will er mit weniger als fünf Kilo Gepäck und geringsten Geldmitteln auskommen und, wo immer es geht, umsonst übernachten. Komfort ist anders. Aber Jürgen verzichtet bewusst, trägt alle Kosten selbst. Ihm kommt es darauf an, dass möglichst viel Geld für die Menschen in Afrika zusammenkommt.

#stayrider bringt Entwicklung ins Rollen

Was treibt den Mann an, der über 20 Jahre in einer Privatbank beschäftigt war, viele Jahre davon in leitender Stellung? „Unternehmerinnen und Unternehmer sind das Rückgrat des europäischen Wohlstands. Genauso können sie auch in Afrika für Wohlstand sorgen“, erklärt er. „Mit meiner Tour will ich darauf aufmerksam machen, dass unternehmerische Kraft der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung sein kann. Die Stiftung Stay nutzt genau dieses Potenzial.“

Zum Beispiel im Landwirtschaftsprogramm: Dabei lernen ostafrikanische Kleinbäuer:innen effizienten Getreideanbau. Gleichzeitig werden ihnen Absatzwege eröffnet. Am Ende profitieren davon alle: Die bäuerlichen Familien können durch den Verkauf ihrer Ernte ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Lokale Produzenten wir der Babybrei-Hersteller Stina Foods erhält die erforderlichen Zutaten. Und die Nahrungsversorgung in der Region wird gesichert. Das Programm ist marktorientiert und zielt auf dauerhafte Unabhängigkeit von äußerer Hilfe ab.

Foto: Christoph Kalscheuer

„Mit meiner Tour will ich darauf aufmerksam machen, dass unternehmerische Kraft der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung sein kann.“

Jürgen Hofer ist der #stayrider

Doch die Schulungen kosten Geld. Dafür sammelt der #stayrider jetzt – und geht im Wortsinn an Grenzen. An die Grenzen Europas und an seine eigenen körperlichen Grenzen. Er ist motiviert, er ist fit – doch ob er auch erfolgreich ist, hängt von Spenden ab. Sie sind der Treibstoff für den #stayrider.

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Andreas Kugler arbeitet bei Stay und trägt dazu bei, dass die Stiftung und ihr neuer Weg in der Armutsbekämpfung immer bekannter werden.