NGO unterstützen – aber wie geht’s richtig?

By |2020-11-27T13:50:23+00:00Mai 2, 2020|Kenia, Ruanda, Stiftung, Uganda|

NGOs können ihre wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben nur erfüllen, wenn sie Unterstützung erhalten. Doch wie lässt sich am besten eine NGO unterstützen?

Wer eine NGO, also Nicht-Regierungsorganisation, gefunden hat, deren Anliegen sie oder er teilt, möchte gerne mitmachen. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, eine NGO zu unterstützen.

Liken was gefällt

Es ist der einfachste Weg, um eine NGO zu unterstützen: Teilen, liken, bekannt machen. Im Zeitalter der sozialen Medien ist das kein Aufwand. Denn einen Post oder einen Beitrag von einer NGO kann man schnell teilen. Aber noch überzeugender ist es, im Freundeskreis über die NGO zu sprechen. Oft starten gemeinnützige Organisationen wie NGOs auch Petitionen oder Crowdfunding-Aktionen im Internet, die man leicht unterstützen kann. So wird man selbst zur Botschafterin oder zum Botschafter eines wichtigen, sozialen Anliegens.

Im Ehrenamt NGO unterstützen

Das Ehrenamt ist eine wichtige Stütze für jede gemeinnützige Arbeit. Aber viele Organisationen wie NGOs könnten ihre Arbeit ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nicht machen. Natürlich ist der Grund dafür einfach: Da NGOs kein Gewinnziel verfolgen, verfügen sie oft auch nicht über Mittel für festes Personal. Dafür überzeugen sie oft mit ihren Ideen und ihren Zielen. Außerdem schätzen viele Ehrenamtliche die Arbeitsatmosphäre in einer NGO.

Ehrenamtliche unterstützen NGOs mit dem, was sie können und am liebsten tun. Das können soziale Fertigkeiten ebenso sein wie kaufmännische oder künstlerische. Ehrenamtliche Mitarbeitende in den Bereichen Projektmanagement, Marketing, Kommunikation, Fundraising oder Controlling sind keine Seltenheit. Und noch ein Vorteil bietet das Ehrenamt: Die Arbeitszeit ist flexibler als beim Festvertrag. Zudem ist ein Ehrenamt in einer NGO auch für Arbeitslose attraktiv, um Lücken im Lebenslauf zu überbrücken und Neues zu lernen.

Im Praktikum mitmachen und lernen

Eine andere Art der Unterstützung einer NGO ist ein Praktikum. Denn viele NGOs bieten Praktikantinnen und Praktikanten Stellen in unterschiedlichen Bereichen an. Gerade für Studierende, die später vielleicht einmal im non-profit-Bereich arbeiten wollen, ist das eine gute Möglichkeit für erste praktische Erfahrungen. Ein Praktikum in einer NGO ist oft in den Bereichen Projektmanagement, Kommunikation oder Fundraising angesiedelt.

Finanziell unterstützen durch Spenden und Patenschaften

Viele NGOs haben nur verhältnismäßig wenig Geld zur Verfügung. Ihre Geldquellen sind unterschiedliche: Manche werden von Unternehmen oder Unternehmerverbänden finanziert. Manche NGOs erhalten auch – bei gleichzeitiger rechtlicher Unabhängigkeit – Mittel von staatlichen Stellen. Über ihre Geldquellen sollten seriöse NGOs offen aufklären. Doch die meisten NGOs sind auf Unterstützung durch Spenden angewiesen, um ihre Projekte zu realisieren. Sie unterscheiden sich darin, welche Zielgruppe sie als Spenderinnen oder Spender gewinnen wollen. Manche gemeinnützigen Organisationen sprechen gezielt Unternehmen an und bieten ihnen die Möglichkeit, die NGO im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) zu unterstützen, also als Teil der sozialen Verantwortung der Wirtschaft. Andere NGOs setzen eher auf Spenden von Privatpersonen. Außerdem lassen sich Einmalspenden und Dauerspenden unterscheiden. Zu den Dauerspenden gehören auch Patenschaften, mit denen das Anliegen der NGO über einen langen Zeitraum begleitet und unterstützt werden kann. Patenschaften für NGOs beziehen sich oft auf ganz konkrete Projekte oder Personen.

Shoppen und dabei Gutes tun

Wie man besonders eine NGO unterstützen kann, ist Shoppen für den guten Zweck – sogenanntes Charity Shopping. Mehrere Online-Verkaufsplattformen bieten dafür einfache Lösungen an. Es gibt zwei Varianten: In der ersten Variante beginnt das Online-Shoppen auf einer eigenen Website, über die zu großen Online-Händlern wie Otto, Tchibo oder MediaMarkt weitergeleitet wird. So funktioniert zum Beispiel Gooding. Andere Händler, wie Amazon, bieten ihre eigenen Unterstützungsprogramme für NGOs an. Unter www.smile.amazon.de können Einkäuferinnen und Einkäufer normal shoppen, danach führt Amazon einen kleinen Teil des Einkaufswerts an eine gemeinnützige Organisation, eine NGO oder einen Verein ab. An welchen Verein der Anteil geht, entscheiden die Einkäuferinnen und Einkäufer selbst. Mehrkosten entstehen dadurch nicht, die Unterstützung geht zulasten des Online-Händlers

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