Dass Projekte dann am nachhaltigsten sind, wenn Einheimische die Hauptrolle spielen, ist einer der Leitgedanken von Stay. Sieben besonders engagierte Organisationen freuen sich nun über Mittel für die Ausbildung zu Lehrern, Landwirtschaftstrainern und Gesundheitshelfern!

Gesundheit, Bildung und Einkommen – drei Elemente, die einander bedingen und die Stay als Schlüssel zu einem freien und selbstbestimmten Leben ohne Armut betrachtet. Die einzelnen Mitglieder der LATEK Stay Alliance Uganda sind in mindestens einem dieser Teilbereiche aktiv. Sieben von ihnen erhalten nun Fördermittel in Höhe von zehn Millionen Uganda-Schilling, derzeit umgerechnet etwa 2350 Euro, die sie für die Ausbildung von „Multiplikatoren“ nutzen.

Die Organisationen SYDF (Sustainable Youth Development Foundation) und SISA leisten wertvolle Arbeit im Bereich der Jugendförderung. Sie bilden nun mit finanzieller Unterstützung von Stay jeweils eine Lehrerin aus. Diese werden anschließend ihrerseits einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten, in dem sie jungen Menschen in schwierigen Situationen Zukunftsperspektiven durch Bildung eröffnen. Die beiden Stipendiatinnen haben ihr Studium bereits im Herbst begonnen.

Erstmals bildet Stay nun auch – in Zusammenarbeit mit MYDEL (Mengo Youth Development Link) und NAWAD (National Association for Women’s Action in Development) – Landwirtschaftstrainer aus. Der Agrarsektor ist in Uganda nach wie vor der wichtigste Wirtschaftszweig: Über 70% der Bevölkerung verdienen hier ihr Einkommen, nicht zu vergessen auch der Anteil der Menschen, die sich durch eigenen Anbau selbst versorgen. Allerdings wird laut LIPortal Land in Folge des starken Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Präsenz größerer Investoren immer knapper. Vor diesem Hintergrund gewinnt Wissen rund um die nachhaltige, effiziente Landwirtschaft einmal mehr an Bedeutung.

Besonders gefragt seitens der Sozialunternehmer waren dieses Mal vor allem Mittel für die Ausbildung von Gesundheitshelfern. Ein Stipendium ermöglicht 30 Menschen die Teilnahme an Schulungen, in denen grundlegende Kenntnisse der Medizin bzw. Gesundheitsprävention vermittelt werden. Die Absolventen stehen ihren Communities anschließend als direkte Ansprechpartner zur Verfügung und sind Bindeglied zwischen der Bevölkerung und Gesundheitseinrichtungen.

Eine der Organisationen, die Mittel für die Ausbildung solcher Gesundheitshelfer erhält, ist UNACOH (Uganda National Association of Community and Occupational Health). Gegründet im Jahr 1987 wirkt die NGO als Teil der durch die WHO initiierten Global Health Workforce Alliance auch über die Landesgrenzen hinaus. Neben Bildungsarbeit in Uganda betreibt das zwölf Mitarbeiter starke Projekt auch Lobbyarbeit mit dem Ziel, eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung landesweit zu erwirken.

Dass Wissen über gesundheitsrelevante Themen und Krankheiten in die breiten Bevölkerung getragen werden muss, erkennt auch CHAIN (Community Health and Information Network): So befinden sich ihr zu folge 70% der Menschen, die auf Grund einer Krebserkrankung ein Gesundheitszentrum aufsuchen, bereits im 4. Krankheitsstadium! Der Fokus der NGO liegt darauf, für Menschen, die an schweren Krankheiten, wie Aids, Tuberkulose oder Krebs erkrankt sind, eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Auch SOMERO bildet nun mit Hilfe von Stay Gesundheitshelfer aus. Selbst im Slum Kampalas aufgewachsen, leitet Nsubuga Geofrey Simbwa heute das Ausbildungszentrum für Jugendliche – mit einem beachtlichen Team von inzwischen 21 Angestellten!

Kai