Armutsbekämpfung, multiplizierbare Projekte, direkter Nutzen für viele und ausreichende Nachhaltigkeitsperspektiven waren Kriterien, die Dr. Gerhard Jansen, Gründer der Prime Steps Foundation, davon überzeugten, die Arbeit der Stiftung Stay zu unterstützen. Ein guter Start in das Jahr 2021, das in Corona-Zeiten nicht nur Erfolgserlebnisse mit sich bringt.

Die Stay Alliance Ruanda gibt Gas

Unabhängig von der Registrierung der Stay Alliance wurden die internen Abläufe beispielsweise für den Finanzbericht bereits etabliert.

Um Schwachstellen eines Projektes frühzeitig zu erkennen und Veränderungen zu messen, wurde ein vorher-nachher-Vergleich (über eine Baseline-Studie) gestartet, in der Fragen zu den Bereichen Bildung, Gesundheit, Lebensumstände (etwa Einkommenssituation) gestellt und die Antworten dokumentiert wurden. Dabei zeigte sich, dass keiner der für die vier Projekte ausgewählten Personen Zugang zu vertraglich abgesicherten Arbeitsplätzen und damit sicheres Einkommen hat.

Stay informed

Die Stay Alliance fördert deshalb Projekte für ein verlässliches Einkommen. So werden 25 arbeitslosen Jugendlichen nach der Ausbildung in der Garuka GVET School eine finanzielle Unabhängigkeit als Bäckerin oder Bäcker ermöglicht. Die Ausbildung umfasst drei Monate theoretisches und praktisches Lernen sowie ein einmonatiges Praktikum. Auch für den Aufbau einer eigenen Backstube und eines Verkaufsraums erhalten die Jugendlichen das notwendige Rüstzeug.

Stay prepared

Die  Landwirtschaftsprojekte beschäftigen sich mit der Haltung und Züchtung von Schweinen und Kaninchen.

Die African Peace Voice Initiative hat bereits mit der Bodenvorbereitung für den Bau des Schweinestalls begonnen, verschiedene notwendige Materialien gekauft und geliefert bekommen. Dazu gehören Mauersteine, Holzbalken und Sand. Bei diesem Projekt werden 20 Teilnehmende in der Schweinezucht ausgebildet und die Ausbildung mit Besuchen zu fortschrittlichen Schweinezüchtern gefestigt. Außerdem soll eine gemeinsame Schweinezuchtfarm aufgebaut und der Umgang mit modernen landwirtschaftlichen Techniken erlernt werden.

Die Organisation BENIMPUHWE konnte bereits einen Besuch des Veterinärs und des Agronomen des Distrikts empfangen, um eine Genehmigung für den Beginn der Schweinezucht zu erhalten. Außerdem hielten sie ein Treffen mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab, um die notwendigen Schritte für den Aufbau der Schweinezucht zu besprechen. Auf diese Weise stellen sie sicher, dass diese in den Prozess der Projektumsetzung einbezogen werden.

Dieses Projekt hat das Ziel, in zwei Phasen Schulungsteilnehmer in der Schweinezucht auszubilden und mit der notwendigen Ausrüstung auszustatten. Auf diese Weise können diese ihr Einkommen durch den Verkauf der Schweine und des Düngers erhöhen. Die Einnahmen sollen auch reinvestiert werden, um den lokalen Markt über den Distrikt hinaus zu erweitern und so nachhaltige Produktivität, Einkommen und Unabhängigkeit zu gewährleisten.

Das Kaninchenhaltungs- und Nutzgartenprojekt von Young Women Mentors hat sich zum Ziel gesetzt, 30 alleinerziehenden jungen Müttern zu helfen, einen eigenen Gemüsegarten anzulegen und den Kaninchenkot als Dünger zu verwenden. Käfige wurden von den Teilnehmerinnen bereits zusammengebaut.

Stay optimistic

Wir fragen unsere Länderverantwortliche Linda Khan, was sie sich für die Entwicklung der Stay Alliance Ruanda wünscht:

„Ich wünsche mir für die Kwigira Stay Alliance Rwanda, dass sie bald registriert ist und hierdurch die Möglichkeit erhält, sich durch die Einstellung eines Executive Directors weiter zu professionalisieren.

Dieser Schritt ermöglicht es den Mitgliedern, die Programmentwicklung zur Armutsbekämpfung in den Fokus zu nehmen und hierdurch die Sozialunternehmer- und -unternehmerinnen in der Wirksamkeit ihrer Arbeit zu fördern. Damit können die Menschen, die anschließend an den Programmen teilnehmen, aus der Armut gelangen und verbesserte Lebensumstände haben.

Ich wünsche mir auch, das Kwigira innerhalb von Rwanda ein sichtbarer und anerkannter Akteur im Bereich der Armutsbekämpfung wird und einen wirksamen Beitrag zur Armutsbekämpfung in dem Land leisten kann. Damit verbunden ist der Wunsch nach weitergehendem internationalem Austausch zu best-practices und gemeinsamen Vorhaben mit den anderen Alliances in Uganda und Kenia und der Verfestigung der Stay Alliance-Idee.“