2020: Ein erfolgreiches Jahr für Stay

By |2021-09-15T08:16:56+00:00April 1, 2021|Entwicklung, Erfolge, Gesundheit, Stiftung|

Im Jahr 2020 nimmt Stay unerwartete Hürden, wächst weiter und gewinnt neue Kollegen und Unterstützer. Doch etwas bleibt wie gehabt.

Das Jahr 2020 war auch für Stay ein Wechselbad der Gefühle. Gestartet waren wir noch mit dem Schwung vom Jahresende 2019, als wir auf der Stay the Night-Spendengala mit vielen Freundinnen, Unterstützenden und Interessierten ein neues Kapitel aufschlugen: Die Stay-Programme. Kurz vor dem emotionalen Live-Voting stellten sich die Programme Stay Bee und Stay Seed vor, wobei letzteres das Publikum am meisten begeisterte. Unsere Programmarbeit lief danach monatelang auf Hochtouren.

Stay besteht Belastungstest

Doch dann kam Corona. Wir stürzten in Unsicherheit: Würden die Stay Alliances auch unter Lockdown-Bedingungen arbeiten können? Würde die neue Krankheit die Erfolge früherer Jahre zunichtemachen? Wie würde sich die Pandemie in finanzieller Hinsicht niederschlagen?

Ein Jahr später wissen wir: Stay hat den Belastungstest bestanden. Die oben genannten Sorgen waren unbegründet. Die Stay Alliances haben sich als stabile und lokal fest verwurzelte Netzwerke bewährt, die auch unter Pandemie-Bedingungen tatkräftig arbeiteten. Das Programm Stay Bee konnten wir planmäßig starten. Und mit dem Corona-Gesundheitsprogramm haben die Stay Alliances aller drei Länder darüber hinaus noch ein ungeplantes Programm aus dem Boden gestampft. Dabei geholfen haben auch ihre engen Beziehungen zu den lokalen Behörden.

Wichtige Kennzahlen verbessern sich

Und auch auf der Finanzseite hat sich Stay sehr gut geschlagen. Die wichtigste Kennzahl zuerst: An die Stay Alliances konnten wir 234 Tausend Euro überweisen und deren Projekte und Programme fördern. Das sind gut 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch bei der Professionalisierung haben wir Fortschritte gemacht. Ein Ausdruck dafür sind die internen Kosten der Stiftung Stay in Stuttgart: Diese haben sich auf 280 Tausend Euro rund verdoppelt, hauptsächlich aufgrund von mehr festangestellten Teammitgliedern. Mittlerweile hat Stay 12 angestellte Mitarbeitende. Darunter sind zwei Projektmanagerinnen und ein Projektmanager für die drei Stay Alliances. Diese Kosten rechnen wir, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DIZ), zusammen mit projektunterstützenden Kosten den Projektausgaben zu. Die Verwaltungskostenquote nach DIZ blieb auf Basis der vorläufigen Zahlen stabil bei rund 21 Prozent.

Auf der Einnahmenseite haben wir die bisherige Rekordsumme von 588 Tausend Euro an Spenden und Unternehmenssponsoring eingenommen, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Damit ist deutlich: Für Stay war das Jahr trotz Corona ein Erfolgsjahr. Markus Urff, Geschäftsführer der Stiftung Stay, freut sich: „Die Zahlen können sich mehr als sehen lassen – aber besonders zufrieden macht mich, dass wir mit den Stay Alliances professionelle und verlässliche Partner haben.“

Durchdachte Konzepte überzeugen neue Fördernde

Neben Privatspenden und Unternehmenssponsoring konnten wir institutionelle Förderungen als weitere wichtige Säule bei der Mittelbeschaffung aufbauen. Das war eine Herausforderung: Alle größeren Fördermittelgeber verlangen umfangreiche Informationen, aber jede andere Einzelheiten. Wir haben unser Konzept mittlerweile so weit konturiert und Verwaltungsabläufe in Stuttgart und Afrika gefestigt, dass wir auch anspruchsvollen Dokumentationspflichten nachkommen können. Damit konnten wir wichtige Förderer überzeugen – auch bereits für 2021.

Professionalität ist wichtig – aber der Spirit ist genauso wichtig. Und den teilen – genau wie in früheren Jahren – die Mitarbeitenden mit vielen Ehrenamtlichen und Studierenden im Praktikum. Sie alle sind ein wichtiger Teil der besonderen Atmosphäre bei Stay, und sie alle haben zu den Erfolgen beigetragen. Gemeinsam bleiben wir unserer großen Vision treu: 1 Million Menschen befreien sich aus Armut. Dafür wagen wir einen Weg, den noch niemand beschritten hat. Das letzte Jahr hat uns ein Stück weitergebracht.

Andreas Kugler arbeitet bei Stay und trägt dazu bei, dass die Stiftung und ihr neuer Weg in der Armutsbekämpfung immer bekannter werden.